2014 Januar

Füllwörter: „Sie fühlte sich irgendwie ziemlich unwohl…

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Schreibschule

… und ich mich dadurch dann irgendwie auch.“

Wie wir sprechen, beeinflusst unser Denken. Und Schreiben. Wenn wir sprechen, dann reden wir unvollständig und nutzen Hilfsverben und Füllwörter aller Art wie Temporaladverbien (bereits, bald, gerade, eben) oder Lokaladverbien (da, dort, irgendwo). Die meisten Füllwörter sind für die geschriebene Sprache jedoch nur Eines: überflüssig.
Sie füllen und verstopfen den Ausdruck und verwirren die Aussage. Sie blähen einen Satz auf, weshalb sie auch Blähwörter heißen. Blähungen mag keiner. Ebenso wenig Verstopfungen und Verwirrungen. Read More

Adverbien: „Er lächelte verstohlen…“

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Schreibschule…und ich wandte mich ab, schloss die Tür und kam nie wieder.“
Wo war ich? In welchem Genre? Nun – nicht in meinem.

Zugegeben: Das Adverb umschleicht uns. Wir öffnen die Türen und Fenster, laden es in unseren Text ein und freuen uns, jenen so hurtig ins Reine geschrieben zu haben. Denn Adverbien lieben unsere faule Denke. Sie bewerben sich und werden eingestellt. Sofort. Sie kapern unsere Sätze und wir applaudieren uns selbst. Warum sollen wir nach Worten ringen, wenn sie derart leicht der Tastatur entspringen?  Read More

Adjektive: „Ich zog mir den flauschigen Bademantel über…“

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Schreibschule…und meine Leserinnen fragten sich, was passiert wäre, wenn dieser gekratzt hätte?

Eine der häufigsten Schreibregeln, die nahezu jeder Lektor und jede Autorin wie ein Mantra betet, heißt: Verwende Adjektive und Adverbien möglichst sparsam! Ich schließe mich dem Mantra an. Und um es mit den Worten des treffsicheren Wolf Schneiders zu sagen: „Adjektive dienen der Unterscheidung – das gelbe Kleid, nicht das rote. Wo sie bloß schmücken wollen, sollten sie anklopfen, und wo sie einer dümmlichen Mode dienen: draußen bleiben.“ Read More

Lesung im Speicher XI

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Mit meinem Seminar “Kreatives Schreiben in Museen” an der Uni Bremen besuchten wir die Ausstellung “so nah und fremd” von Knut Lagies und Eva Matti im Hafenmuseum im Speicher Elf in Bremen. Die Ausstellung ist nicht nur wirklich sehenswert, sondern lieferte auch wunderbare, witzige und nachdenklich Impulse für literarische Reflexionen. Vor Ort schrieben die Studierenden zu den Malereien und Videoinstallation.
Erste Texte sind auf dem Blog von “Culture4all” zu lesen.

Aber noch spannender und auch LIVE ist unsere Lesung nächste Woche:
Am Dienstag, 14. Januar um 17 Uhr werden die Studierenden ihre ausgewählten Texte direkt am Kunstwerk lesen – und mit jedem Wort eine neue und andere Sichtweise auf das Gesehene anbieten. Wunderbar, neu, spannend und beseelend! Read More