2018 März

Alle in der gleichen Welt, aber jeder in seinem Leben

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Warum gebe ich an der Uni Bremen Seminare im Kreativen Schreiben im Fachbereich 9 Kulturwissenschaften und hier vor allem in den Modulen der Kunstpädagogik? Wie kann das kreative und literarische Schreiben über ein Kunstwerk hin zum betrachtenden Menschen führen und diesen in der Wahrnehmung stärker zur Kunst zurückführen? Wie kann ich Kunst betrachten und lehren ohne kunstwissenschaftliche Theorien zu besprechen?

In meinen Seminaren im Bereich Kunst/Kulturwissenschaften bitte ich die zukünftigen Kunstpädagoginnen und Kunstwissenschaftler rein emotional das jeweilige Kunstwerk zu betrachten: Was löst es aus? Wie empfinde ich es? Um diesen Zustand  zu kanalisieren, greife ich zu mehreren Möglichkeiten. Ein Faktor ist die Zeit. Jede Studierende muss etwa eine Stunde vor einem Kunstwerk betrachtend und sinnend, dann schreibend und reflektierend verbringen. Zur Kanalisation gebe ich beispielsweise inhaltliche Richtungen mit: wie die Grundemotionen (Angst, Wut, Ekel, Freude, Trauer, Verachtung, Überraschung) oder Motive und Themen aus der Weltliteratur (Identität, Einsamkeit, Rivalität etc.), ebenfalls Assoziation aus der Biografie oder einleitende Sätze. Read More