Lehraufträge

Kunst und Kreatives Schreiben

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Das Semester an der Uni Bremen ist nun vorbei – und zahlreiche wunderbare Texte sind entstanden. 
In den 14 Sitzungen besuchten wir Museen und Ateliers in Bremen und schrieben jeweils Texte zu den Bildern, Zeichnungen und Installationen.

Wo waren wir überall?
In der Weserburg und in der Kunsthalle Bremen, im Paula Modersohn-Becker-Museum, in der Städtischen Galerie, im Focke Museum, zu Gast bei Andrea Imwiehe, bei Christina Völker, bei Jutta Kritsch und Ulrich Graf-Nottrodt. Wir sahen Malerei, Fotos, Zeichnungen, Installationen, Büsten, Skulpturen.

Was haben wir geschrieben?
Wie immer ging es nicht darum, ein Kunstwerk zu erklären, sondern es als Impuls für literarische Texte zu nehmen, die aus der Betrachtung heraus entstanden.  
Kurzgeschichten, Dialoge, Nonsense, Lyrik, lyrische Prosa und andere literarische Reflexionen flossen aus den Federn.

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Im Atelier von Jutta Kritsch…

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…war ich mit meinen Studierenden aus dem Seminar “Kunst und Kreatives Schreiben” von der Uni Bremen vergangene Woche. Jutta Kritsch erzählte über ihre Arbeiten und Techniken. Nicht zu viel, damit wir in unserer Wahrnehmung nicht beeinflusst werden. Dann suchten wir uns jeweils eine Collage oder ein Cut Out aus und schrieben Prosatexte oder Lyrik dazu. Und danach betitelten wir alle Kunstwerken im Raum neu! 

Werke und Infos über Jutta Kritsch: hier

  Perückenverwickelte
  Schulterärmchen 
  wackeln hinterrücks
  mit Hinterteilchen
  und vorderkleidig
  mit Rockbäuschen.
  Fußschuhe fein behost.
  Perückenverwickeltes
  Halskräuschen
  schaut dir aus
  schwarzunschuldigem
  Antlitz ins
  dunkle Seelchen.
  Ohweh!

Kreatives Schreiben mit Studierenden

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von Luisa Chilinski

Im Spiegel seh ich mich
Silhouette im Frühsommerwasser
ein verzerrtes himmelblau streckt sich
durch mein Ebenbild im See,
das deinige dicht bei mir

Wir atmen Frische,
fruchtigen Frühlingswald,
der blümt und bäumt und lebt
und bald führst du mich fort
in neue Welten

Wie spiegeln uns
blaugrünbunt
zerfließen zusammen
im Aquarell der Elemente Read More

Kurse & Workshops 2016

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Wer Lust hat, sich schon einmal die Kurse, Workshops und Seminare anzuschauen, die 2016 bei verschiedenen Institutionen in Bremen, Hannover und Cloppenburg mit mir starten, der wird auf meiner aktualisierten Workshop-Seite fündig.
Sicher kommen noch Lesungen und Kurse hinzu, aber ein erstes Stöbern ist möglich, auch wenn sich oftmals erst im neuen Jahr angemeldet werden kann.

Hier gibt es die ersten Infos:

Kurse & Workshops 2016

Semesterstart an der Uni

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Im Oktober startet auch wieder das Wintersemester an der Uni Bremen. Hier – unter dem Modulverband Culture4all – werde ich wieder einen Lehrauftrag über Kunst & Schreiben wahrnehmen.
Studierende der Uni Bremen können jeden Dienstag Nachmittag von 15-18 Uhr mit mir in Museen und Ateliers gehen, Künstlerinnen treffen und direkt vor Ort schreiben, lesen und diskutieren. Schwerpunkt ist auch im Wintersemester die Wahrnehmung der Geschlechterverhältnisse in der Kunst.

Hier gibt es Infos

So heißt der Kurs:

Kunst und literarische Reflexion. Kreatives Schreiben und Gespräche zu Arbeiten von und mit Bremer Künstlerinnen

Museen und Ateliers Bremens sowie ausgewählte Kunstwerke stehen in diesem Seminar im Mittelpunkt und geben den Impuls für die individuelle Wahrnehmung und sich daraus ergebende literarische Interpretation durch die Seminarteilnehmer_innen.

Wir besuchen die Ausstellungen der Weserburg, der Kunsthalle Bremen, die Städtische Galerie, die Sammlungen Böttcherstraße. Schwerpunkt sind die Kunstwerke weiblicher Künstlerinnen im Vergleich ihrer Repräsentation innerhalb der Museen.
Wir besuchen Künstlerinnen in Galerien und Ateliers, schreiben vor Ort und diskutieren mit ihnen über Kunst und Kunstszene.

Es werden einzelne Texte auf dem Blog von Culture4all veröffentlicht: https://culture4allbremen.wordpress.com/

 

Kunst & Schreiben mit Studierenden

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Am Dienstag fand die letzte Lehrveranstaltung für Studierende im FB09 an der Uni Bremen statt. Die angehenden Kunst-, Kultur- und Medienwissenschaftlerinnen sahen sich im Güterbahnhof, Tor 46, bei der Bremer Künstlerin Anja Fußbach im Atelier um. Eine Fundgrube an Ideen und Gestalten öffnete sich für uns. 

Anschließend gingen wir in die “Wartestelle” der Künstlerin Kornelia Hoffman, die am Güterbahnhof liegt, und lauschten den vorbeifahrenden Zügen. In den kurzen Pausen lasen die Studierenden ihre Texte zum Thema “What boys like”. Diese Aufgabe hatte uns die Künstlerin Mia Unverzagt gestellt.

Kunst & Schreiben: Textreflexionen zu Arbeiten Bremer Künstlerinnen war das Thema des Seminars und wurde von allen Studierenden mit einem breiten literarischen Schaffen abgeschlossen. Tiefe, skurrile, bewegende, launige, dichte Texte sind entstanden von offenen, neugierigen, tiefgründigen jungen Menschen. Wunderbar!

Im Herbst geht es in eine neue Runde…

Kreatives Schreiben in Hannover – ausgebucht!

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Am kommenden Wochenende, 4.+5. Juli, ist der Wochenendworkshop
“Kreatives Schreiben” in Hannover leider sehr überbucht.
Ich werde versuchen, den Inhalt für jede/n verständlich und dennoch kurzweilig zu vermitteln und hoffe, dass noch genügend Zeit für kreative Übungen und individuelle Wünsche bleibt.

Wir behandeln in diesem Workshop:

- das kreative Schreiben und die Freude am Fabulieren
- was eine Geschichte spannend macht
- Figurencharakterisierung und Handlungsaufbau
- Verfassen eines Exposés und die Verlagssuche

Der nächste ähnliche Workshop in Hannover über das “Handwerk des Schreiben” findet am 12.+13. Dezember 2015. Details hier

Mit den Studierenden von Culture4all im Museum

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In dieser Woche waren wir im Gerhard Marcks-Haus in der Ausstellung »Nach der Natur«. Diese zeigt einen besonderen Aspekt der Auseinandersetzung mit Natur und geht dabei der Frage nach, wie sich Bildhauer Natur zunutze machen, welche Strategien der Natur entlehnt werden und in den künstlerischen Prozess einfließen?

Im Seminar “Kreatives Schreiben” nutzten wir die Objekte als Impulse für Monologe und ein Märchen – passend zur “Wolke”… oder zur intellektuellen Betrachtung eines Kunst-Flecks (siehe rechts).

Die Ausstellung läuft noch bis 4. Januar 2015: zum Gerhard Marcks Haus

 

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Intellektuelle Betrachtungen eines Kunst-Flecks
“Das Unterbewusste spiele keine Rolle”, sagte mein Meister über mich. Warum schuf er mir dann ein Bewusstsein? Um mir meiner Rolle als Form und Nicht-Farbe bewusst zu werden? Dem Sinnzweck des Sinnlosen?
Ohne Augen sehe ich die grüne Schöheit der Infusionen, die mir gegenübersteht. Spüre die Schritte der Besucher aus der Suche nach Antworten. Doch mit der gleichen Grausamkeit verwehrt ihnen mein Meister die Fragen, wie mir das Recht auf höhere Instanzen, die das Unbewusste lenken könnten. Aber das Unterbewusste spiele keine Rolle bei ihm, sagte er.
So bleibt mir nur das Spekulieren, um meine hüllenlose Angst zu vergessen. Die Angst vor Antworten, die meinem Erleben jede Sinnhaftigkeit nehmen und mich dennoch hier zerfließen lassen. Vor dir.

Kreatives Schreiben an der Uni Bremen

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Auch in diesem Wintersemester können Studierende der Universität Bremen unter dem Dach “Culture4all” wieder verschiedene Module belegen, die sich mit Kunst & Kultur in Bremen und ihrer Sicht der Wahrnehmung beschäftigen. In meinem Kurs “Kreatives Schreiben in Museen, Sammlungen und Ateliers” besuchen wir Kunst in Bremen und schreiben vor Ort, denn die Kunst gibt uns den Impuls, neue Kunst, in diesem Fall Reflexionen im literarischen Schreiben, zu erschaffen.

Die ersten beiden Termine in der Weserburg Bremen brachten in der Ausstelung “Existenzielle Bilderwelten” bereits wunderbare und ehrliche Texte hervor. Zu lesen gibt es davon bald auf dem Blog von Culture4all. Zu hören dann direkt vor Ort zur:

“Wandellesung in der Weserburg”
am 2. Dezember um 18 Uhr!

 

 

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Er spürte ihre Füße an seinen Armen.
Ihre Beine an seinen Händen.
Die Blutkrusten fuhr er mit den Fingern nach.
Drückte die Kuppen sanft ins Fleisch.
Doch es kam kein Laut von ihr, obwohl er den Atem strömen hörte.
Und ihre Angst darin, die an den stählernen Wänden kondensierte.
Später, wenn der Durst seine Zunge anschwellen ließ, wollte er davon trinken.
Er fragte sich, ob sie das Gleiche dachte.
Hier.
Neben ihm.

L.B.