Anke Fischer

Unterwegs mit dem Bücherkoffer

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Seit 2015 arbeite ich für die Stiftung Lesen in Mainz als Referentin für das Projekt “Lesestart für Flüchtlingskinder”. Dieses bundesweites Projekt soll Flüchtlingskinder und ihre Eltern in Erstaufnahmeeinrichtungen mit dem Vorlesen und Lesen vertraut machen, um erste Zugänge zur deutschen Sprache zu bekommen und das Lesenlernen zu unterstützen. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und von der Stiftung Lesen durchgeführt. Jede Erstaufnahmeeinrichtung erhält eine große Medienbox mit Büchern und Spielen… Und ich reise an, um den Ehrenamtlichen und MitarbeiterInnen vor Ort zu zeigen, welche Leseaktionen mit den Büchern veranstaltet werden können, damit die Kinder neugierig auf Bücher werden, obwohl sie manchmal noch kein Wort verstehen oder noch nie ein Buch in der Hand hielten. Read More

Lesung in der Weserburg

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am  Sonntag, 25. September findet 15 Uhr eine Lesung in der Weserburg | Museum für Moderne Kunst in Bremen statt, direkt in derAusstellung “Mir ist das Leben lieber”.
Es werden 15 kurze Texte zu hören sein, die hier in der Ausstellung im September in einem Kurs bei mir entstanden sind und nun direkt vor den Kunstwerken von den 15 AutorInnen gelesen werden.
 
Eintritt: der normale Eintritt in die Weserburg. 

Lesung zur Finissage

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Anlässlich der Finissage von “querbeet 5″  in der Kunstmix-Produzentengalerie im Schnoor lese ich mit StudentInnen der Uni Bremen (Fachbereich-Kunstwissenschaften) unsere Texte, die in dieser Ausstellung entstandenen sind.
Samstag, 30. Juli, 12 Uhr, Kunstmix-Galerie, Eintritt frei.
Wir freuen uns auf ZuhörerInnen, KünstlerInnen und Interessierte!

Hier gehts zur Kunstmix-Galerie: http://kunstmixbremen.de/

Schreiburlaub in Bremen

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Vergangene Woche schrieben zwölf Kreative jeden Tag von 10 bis 17 Uhr an eigenen Texten. In der ausgebuchten Schreibwerkstatt “Schreiburlaub in Bremen” wurde gefeilt und ausprobiert: Kurzgeschichte, Reizwortgeschichte, Autobiografisches, Slam Poetry, Elfchen, Krimi, Märchenhaftes… Handwerkliches… Angereist waren die Schreiberinnen aus Celle, Bielefeld, Marburg, Quedlinburg, Cloppenburg und Bremen. Dabei blickten wir von unserem großen Raum im siebten Stock auf Bremen – rundum. Auch die Dachterrasse und Cafés wurden als Ideenschmiede genutzt. Heraus kam ein reiches Portfolio an Texten und Geschichten jeder einzelnen Teilnehmerin – und ein herrlicher Blumenstrauß für mich und gemeinsames Essen am Schluss.
Nächstes Jahr im Sommer gibt es wieder einen Schreiburlaub im Bremen (26.-30. Juni 2017) im selben Raum und mit vielen neuen Ideen zum Schreiben.

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Mir ist das Leben lieber…

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…heißt die neue Ausstellung in der Weserburg Bremen, die seit Ende Mai zu sehen ist.
Rund 100 Bilder, Skulpturen und Videoarbeiten vereint die Ausstellung, die auf sehr sinnliche und überzeugend provokante Weise Fragen der Identität, der gesellschaftlichen Rollenzuschreibung, aber auch existenziellen Bereichen des Lebens nachgehen.

Ein Schreibworkshop am Sonntag, den 11. September, nimmt die Kunstwerke als Impuls für eigene Texte und Interpretationen. Prosa, Lyrik, Reflexionen, überraschende und skurrile Geschichten werden entstehen, die zwei Wochen später, am Sonntag 25. September, 15 Uhr, in einer öffentlichen Lesung direkt an den Kunstwerken gehört werden.

Hier geht es zur Ausschreibung: hier

Lesebühne in der Kulturküche

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Ende des Monats ist es wieder soweit:

Die nächste Lesebühne findet statt am
Donnerstag, 26. Mai, 19 Uhr
in der Kulturküche Bremen (neben der Weserburg, Teerhof 20)

mit ganz viel Platz für alle Gäste!

Thema:
“unterwegs – in der Welt und im Leben”
Menschen entdecken die Welt und sich selbst, sind überrascht, lakonisch, gerührt, enttäuscht und erfreut. Im Leben unterwegs.
Es lesen:
Anke Fischer (Bremen), Luisa Chillinksy (Bremen),

Theresa Link (Hildesheim), Tilman Wittenhorst (Hannover) u.a.

An der Theke gibt es allerhand Getränke und dazu Fingerfood von Noras Daily:
Grillgemüse und Brote mit rotem Pesto, Pinienkerne, Ruccola, gegrillten Antipasti-Gemüse & Parmesan

Quinoa-Chanihua Salat mit Babyspinat, Avocado, Granatapfel, Salzmandel, Hanfsamen & Tamari-Dressing

Eintritt zur Lesung: Jeder legt, was er möchte, am Ende in den Hut!
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Wunschleben

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Hier ist meine Geschichte von der letzten Lesebühne im Café Lisboa zum Nachlesen:

Wunschleben                                                   von Anke Fischer

Ich schlug die Augen auf. Alles war unscharf. Ich versuchte, meine Pupillen scharf zu stellen oder das, was mich scharf sehen ließ, doch es blieb verschwommen. Ein milchig weißer Belag hatte sich über meine Augen gelegt. Er brannte. Ich setzte mich ruckartig auf, die Decke fiel auf meine Beine. Mein Herz begann zu rasen. Ich würde erblinden. So fühlt es sich an, wenn man erblindet. Man wacht auf, sieht nicht mehr scharf, sondern verschwommen. Und irgendwann ist alles nur noch dunkel. Wenn ich blind bin, kann ich nichts mehr lesen, nichts schreiben. Mein Herz klopfte stärker. Was wäre das für ein Leben? Ich schloss die Augen, lehnte mich zurück. Bitte, ich möchte nicht blind werden, sprach ich in die Luft. Read More

Impressionen von der Lesebühne

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Am vergangenen Donnerstag, 31. März, lasen zur Lesebühne im Café Lisboa in der Bremer Neustadt drei AutorInnen und ich insgesamt fünf Geschichten. Das Thema war: Alles oder Nichts – von Heldinnen und Menschen, die vor sich hin leben oder gelebt werden.
Tilman Wittenhorst aus Hannover begann und las die Geschichte “Roswithas Fahrrad”. Ein Junge beobachtet beim Eislaufen, wie seine ältere Cousine alles riskiert und ein Mädchen vor dem Ertrinken rettet – und dann selbst ertrinkt. Der Junge erbt das Fahrrad seiner Cousine und fährt entlang des Sees, versucht seine Ängste vor dem Leben zu überwinden. Erst zehn Jahre später schafft er es.
Martina Rapp erzählte anschließend in “Esme” von einer Jugendlichen, die mit ihren Eltern nach Europa floh, als sich aber dann die Chance ergibt, alles auf eine Karte setzt und mit einem Sammeltaxi nach Paris fährt – ohne Eltern, ohne Geld. Dort lernt sie einen jugendlichen Streuner kennen. Die Geschichte beginnt…
Anschließend erzählte ich von einer jungen Frau, die in den 50er Jahren in eine Kaufmannsfamilie geboren wurde, die einen Tabakladen unterhält. Alles oder Nichts, diese Wahl gibt es für sie nicht, sie muss im Geschäft der Eltern arbeiten. Ihr Zwang, sich nach jedem Kunden intensiv die Hände zu waschen, verhilft ihr in den wenigen Stunden, in denen die Kurzgeschichte spielt, nicht zu einer Veränderung.
Nach der Pause ließ Joana Sulimma einen jungen Mann erzählen, der sich mit Freude zunächst dem Narzissten Nathan anschließt und dann, als sich die Chance ergibt, dem Musiker Lenny folgt. In der zweiten Reihe zeigt er sich seinem jeweiligen Gönner loyal, aber nur solange, bis sich etwas Besseres, Größeres, Berühmteres zeigt.
In der letzten Geschichten ließ ich eine nicht mehr ganz junge Frau erzählen, die alles hat und nichts mehr will. Denn mit Wünschen, die garantiert erfüllt werden, muss man erst einmal umgehen können. Wähle ich äußere Schönheit und Reichtum und macht es mich glücklich? Da hilft nur ausprobieren…

Herzlichen Dank an alle AutorInnen, an das Publikum und das Café Lisboa. Dies war die letzte Lesebühne in dem kleinen Café. Wir ziehen um: in die Kulturküche Bremen mit mehr Platz und einem atemberaubenden Blick auf die Weser.

Nächster Termin: Donnerstag, 26. Mai um 19 Uhr in der Kulturküche. Das Thema dann ist:
Unterwegs – in der Welt und im Leben“!